Home arrow Vereinsgeschichte
Thursday, 9. September 2010
Advertisement
Vereinsgeschichte PDF Drucken E-Mail
Vereinsgeschichte TuS Adelhausen


Der Turn- und Sportverein wurde 1962 auf Initiative von Fritz Kessler, Lothar Maier und den in Inzlingen Sport treibenden Brüdern Friedrich und Alfred Rach gegründet. Bereits im ersten Jahr zählte der Verein 85 Mitglieder und stellte eine Senioren- und Jugendmannschaft im Ringen. Neben dem Ringen wurde damals auch Gewichtheben angeboten. Ein Klassenzimmer der alten Schule diente als Trainingsraum, Mannschaftskämpfe fanden entweder dort oder im Saal des Gasthauses Dinkelberger Hof statt. die Ringermatte füllte fast den ganzen Raum aus, während die Zuschauer auf den Fensterbänken und Schränken saßen. Alfred Rach erinnert sich noch gut an eine Bemerkung eines Gastes aus Basel: "Da können wir ja gleich in meinem Wohnzimmer ringen."

1968 konnte der TuS zum ersten mal eine Meisterschaft nach Adelhausen holen, die Mannschaft stieg in die Landesliga auf. Harte Jahre standen dem Verein bevor. Die Trainings- und Wettkampfbedingungen waren denkbar schlecht. Die Ringer mussten teilweise in Inzlingen bzw. Brombach trainieren, die Wettkämpfe und Vereinsfeiern fanden in den Nachbargemeinden statt 1972 wurde der heutige Bezirksvorsitzende Helmut Wernet zum ersten Vorstand gewählt. Er führte die Ringer in seiner über 10 jährigen Amtszeit bis in die zweite Bundesliga.

Mit dem Bau der Mehrzweckhalle wurde 1974 der Grundstock für den sportlichen Aufbau und die erfolgreiche Vereinsarbeit des TuS Adelhausen gelegt. Jetzt konnten auch im Bereich Breitensport weitere Angebote gemacht werden. Neben dem bereits bestehendem Frauenturnen etablierte sich das Jedermannsturnen, die Fitnessgymnastik, das Kinderturnen und später das Mutter- und Kind-Turnen.

Bereits nach einem "Zwangsaufstieg" in die damals neu geschaffene Landesliga stieg die erste Ringermannschaft in die Oberliga auf, konnte sich dort vorläufig jedoch nicht halten. Ein weiterer Meilenstein für den TuS Adelhausen war das Jahr 1981. Karlheinz Hohler begann seine überaus erfolgreiche Trainerkarriere. Dieses Jahr war auch das bisher erfolgreichste Vereinsjahr mit einer Vielzahl von Bezirksmeistertiteln, mehreren Südbadischen Meistertiteln und erfolgreichen Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften. Außerdem wurden zwei Mannschaften Meister in ihren jeweiligen Ligen. TuS Adelhausen I stieg erneut in die Oberliga auf und die Jugendmannschaft verfehlte knapp den Aufstieg in die Südbadische Jugendliga.
1983 wurde mit Ingo Kohler erstmals ein Ringer aus Adelhausen Deutscher Meister.
 
Mit dem Meistertitel der Oberliga 1986 krönte der TuS pünktlich zum 25jährigen Vereinsjubiläum seine Vereinsgeschichte. Vor einer Rekordkulisse von über 1000 Zuschauern in der Dinkelberghalle besiegte der TuS Adelhausen bei den Aufstiegskämpfen den Nordbadischen Meister SV Brötzingen und sicherte sich somit den Aufstieg in die zweite Bundesliga Südwest. In den folgenden Jahren war es für den Verein schwierig das Erreichte zu halten. Man behauptete sich einige Jahre mit Ach und Krach in der zweiten Bundesliga und musste schließlich 1991 wieder absteigen.
Eine Zeit der Erneuerung brach an, der TuS machte durch verschiedene Aktionen zur Zuschauerwerbung von sich reden. Dank erfolgreichem Vereinsmanagement und einer glücklichen Hand bei der Verpflichtung von Ringern ging es ab 1996 wieder aufwärts Richtung Bundesliga

In den darauf folgenden Jahren wurde auch mit viel Engagement die Jugendarbeit im Bereich Ringen intensiviert. Ein erfahrenes Trainerteam unter Leitung von Karlheinz Hohler und Roland Vögtlin betreute cirka 30 Kinder und konnte schnell erstaunliche Erfolge verbuchen. Neben dem Aufstieg in die Südbadische Verbandsjugendliga im Januar 2001 waren viele der Jugendlichen bei zahlreichen Turnieren auf vorderen Plätzen zu finden. Das Jahr 2002 war im Jugendbereich des TuS bis dahin das erfolgreichste, gleich zwei Deutsche Meister und bei der ersten Teilnahme an der Jugendmannschaftsmeisterschaft sprang ein zweiter Platz heraus.

Ebenfalls 2002 trat der TuS Adelhausen zum ersten Mal in der höchsten Liga des deutschen Ringsports an. Das Premierenjahr in der 1. Bundesliga war von Höhen und Tiefen geprägt und konnte, auch Dank der beispiellosen Unterstützung der eigenen Fans, mit einem 8. Platz beendet werden. Nachdem drei Jahre lang sportlich die Klasse in der ersten Liga gehalten wurde, folgte 2005 der freiwillige Abstieg, um den aufstrebenden Nachwuchs besser heranführen zu können.

Etwas überraschend gelang dann 2006 mit einer sehr jungen Mannschaft der direkte Wiederaufstieg. Zudem wurde die 2. Mannschaft Meister in der Oberliga und startet damit zum ersten Mal in der Regionalliga Der sportliche Erfolg bei der Rückkehr in die erste Liga blieb aus. Folgerichtig kam 2007 der zweite Abstieg aus der Elitklasse in der Vereinsgeschichte. Allerdings feierte die zweite Mannschaft in ihrem Premierenjahr in der Regionalliga große Erfolge. Gespickt mit den eigenen Nachwuchsleuten konnte man das Ziel Klassenerhalt weit übertreffen und sorgte für Furore. Nach und nach rücken immer mehr dieser Talente in die erste Mannschaft und man darf gespannt sein, wie viele diesen Sprung noch bewältigen.

Heute zählt der Verein über 700 Mitglieder. Man hat sich hier auf die Fahnen geschrieben, das Ringen spektakulär zu präsentieren und so hoffen alle, dass auch in der kommenden Saison viele Erfolge gefeiert werden dürfen.