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Stephan BrunnerLiebe TuS Fangemeinde, heute in unserer monatlichen Interview- Aktion:
„SAG DOCH MAL! – Fans fragen, Ringer antworten“ Stephan Brunner!



Vorweg: Das Gewinnspiel und damit 2 Eintrittskarten zum ersten Heimkampf am 28.09. gegen die RG Hausen-Zell 1971 e.V. hat Šţèvé Kibiger gewonnen!
Herzlichen Glückwunsch.

 

Im Gespräch, am Donnerstagabend bei Stephan zu Hause, war das Social Media Team des TuS.
Wir haben uns Mühe gegeben vorweg irgendwelche Anekdoten, Fails oder sonstige kleine Geschehnisse über Stephan zu erfahren…! Fehlanzeige… Der 23 jährige gebürtige Dinkelberger wird einhellig mit Attributen wie ruhig, zielstrebig, trainingsverrückt und vor allem extrem sympathisch in Verbindung gebracht.

 

Fragen der Redaktion:

1. Hallo Stephan, du bist Ringer des Jahres 2018 und das nach Deinen Leistungen völlig zurecht! Woher kommt dein Erfolg und wie erklärst Du Dir diese sensationelle Entwicklung? Brummi: Es soll sich nicht arrogant anhören, aber für mich ist es keine sensationelle Entwicklung – vielmehr der lang ersehnte Erfolg hinter dem jede Menge Training, Schweiß und Verzicht steht. Nichts desto trotz habe ich als echter Adelhausener schon sehr viele Wahlen zum Ringer des Jahres aus dem Bundesligateam miterlebt, umso mehr freut es mich nun selbst einer zu sein

 

2. Du bist seit Kindheit ein TuS- Bursche. Was ist für Dich das besondere Etwas beim TuS Adelhausen? Brummi: Der Verein ist für mich wie eine zweite Familie. Ich habe seit ich ein kleiner Junge war, mindestens so viel Zeit in der Halle wie zu Hause verbracht. Für mich hat der damalige Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga mit den „Jungen Wilden“ sehr viel über den Verein ausgesagt. Der Großteil der damaligen Meistermannschaft bestand aus Ringern die seit der Jugend für den TuS auf die Matte gegangen sind. Wir sind gewachsen und haben uns gemeinsam dahin entwickelt wovon wir als Jugendringer immer geträumt haben – einmal vor voller Halle zu ringen und Derbys zu gewinnen. Es war für mich eine unbeschreibliche Zeit, weil sie gezeigt hat, dass der TuS es neben dem Bundesligageschäft nie vergessen hat, auch ein Ausbildungsverein zu sein.
Vielen ist gar nicht bewusst was wir alles haben. Wir haben einen Jugendbereich mit 70 Kindern im Training. Wir haben eine 3. Aktivmannschaft in der Bezirksliga, eine Aktivmannschaft in der 2. Höchsten Liga Deutschlands und wir haben ein Bundesligateam, welches seit Jahren in den PlayOffs um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft kämpft. Für ein Dorf wie wir es sind nahezu unglaublich und nur möglich durch ganz viel ehrenamtliche Arbeit, aber am Ende ist es genau das, was den TuS Adelhausen ausmacht.

 

3. Was wünscht Du Dir persönlich beim TuS Adelhausen wo liegen Verbesserungsmöglichkeiten? Brummi: Was ich mir wünsche ? Ich wünsche mir das die „Macher“ und die, die jede Menge Zeit und Arbeit in diesen Verein stecken, sehen und spüren das es sich lohnt. Das sie, wenn am Samstag die Scheinwerfer angehen, nach all dem Ärger von Aufbau, Organisation und Vorarbeit, von uns entschädigt werden und am Ende die Freude am Ringen überwiegt.
Natürlich gibt es immer Verbesserungspotential. Jeder wünscht sich klare Strukturen, Abläufe und jede Menge Kommunikation. Aber am Ende dürfen wir glaube ich alle nicht vergessen, dass alle Verantwortlichen hier einem Hobby nachgehen und wann immer es ihnen möglich ist, ihr bestes für den Verein geben.

 

4. Mit der Niederlage in Burghausen ging für viele Tusler ein Traum zu Ende . Wie hast Du die Tage rund um das Halbfinale und der Niederlage persönlich verarbeitet? Brummi: Für mich sind die Erinnerungen an das diesjährige Halbfinale eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Vorsaison in Köllerbach sind unsere Fans auch dieses Jahr wieder wie eine Eins hinter uns gestanden. Das Gefühl in eigener Halle vor so einer Kulisse auf die Matte gehen zu dürfen ist und bleibt für mich unbeschreiblich. Unsere Fans hätten sich ein Finale verdient gehabt, sie waren meisterlich.
Natürlich war am Ende die Niederlage ein Traum der zerplatzt ist. Nach all den Monaten der Fokussierung und Entbehrung will man unbedingt das Finale erreichen. Nichts desto trotz muss ich ganz ehrlich zugeben, als ich nach der Heimfahrt von Burghausen zu Hause die Türe aufgeschlossen habe, ist irgendwie auch Ruhe und Erleichterung eingekehrt. Wenn es dann wirklich vorbei ist fällt all der Ballast, den man in Zeiten des Erfolges nicht wirklich spürt dann doch ab und man freut sich auf ein wenig Normalität und Alltag. Nicht falsch verstehen ! Ich hätte ALLES dafür getan mit meinem Verein im Finale um die deutsche Meisterschaft zu ringen, aber so bleibt nach ein paar Wochen Abstand das große Ziel eben weiterhin bestehen.

 

5. Im Hinkampf gegen Burghausen konntest Du gegen Deinen Gegner, ein Weltklasseringer, M. Ghadziev, einen sensationellen Auftritt zeigen. War es für Dich trotz der Niederlage ein Highlight Deiner Karriere? Brummi: Natürlich war es das. Wenn man gegen einen Vizeweltmeister in einem der entscheidenden Kämpfe auf die Matte muss hängt die Latte natürlich enorm hoch. Ich hatte die ganze Woche über schon damit gerechnet, dass mit M. Ghadziev mein Gegner sein wird, habe mich auch mit Hilfe von Jaba Harth und Adrian Mazan auf seinen Ringstil eingestellt. Nichts desto trotz habe ich mir aber auch immer eingeredet, dass ich als Stephan Brunner, ohne irgendwelche vorzeigbaren Erfolge gegen solch einen Gegner nichts zu verlieren habe. Mit jedem Kampf der nach der Pause bestritten wurde ist unser Vorsprung jedoch geschmolzen und auf einmal war der Druck dann doch da. Ich wusste, dass ich um die Mannschaft im Rennen zu halten über mich hinauswachsen muss, was mir am Ende dann auch irgendwie gelungen ist.

 

6. Bei Auswärtskämpfen übernachtest Du immer mit Sascha Keller im Zimmer. Gibt es aus den vielen Übernachtungen eine kuriose Geschichte von Euch zwei? Brummi: Wirkliche Anekdoten gibt es nicht, nein. Blöderweise übernachten wir ja immer nur vor wichtigen Kämpfen zusammen mit der Mannschaft und da gilt es dann natürlich auch seriös zu sein 😉
Unterm Strich hat Sascha mitunter einen ganz großen Anteil an meinem Erfolg. Er ist nicht nur seit vielen Jahren mein Trainingspartner, sondern vielmehr mein Mentor und Motivator . Ich glaube das wir uns hervorragend ergänzen. Ich bin der Ruhepol und Sascha der, der immer am Limit läuft. Ich könnte mir keinen besseren Zimmernachbarn vorstellen.

 

7. Die Trainer sagen einhellig man müsse Deinen Trainingsfleiss oft bremsen. Woher kommt der Ehrgeiz bei Dir? Brummi: Für mich ist Ringen mehr als ein Hobby. Ringen ist mein Leben. Am Ende will ich weder die, die mich grenzenlos unterstützen noch mich selber enttäuschen. Deshalb gebe ich zu, trainiere ich viel, manchmal vielleicht auch zu viel.

 

8. Welcher Ringer ist Dein Idol? Wenn Du so etaws überhaupt hast? Brummi: Mein Vorbild im Verein war schon immer Sascha Keller. Seine Einstellung, sein Kampfgeist, sein unbändiger Wille, verkörpern alle Attribute die ich mit meinem Sport verbinde. Natürlich gibt es auf nationaler und internationaler Ebene viele Ringer zu denen man aufblicken kann, mir reicht aber unser vereinseigener Mr. 100%.

 

9. Wenn Du überhaupt nicht auf das Gewicht schauen musst, was könntest Du bist zum Umfallen essen? Brummi: Fleisch, Fleisch, Fleisch … mit Unmengen Ketchup. Natürlich aber auch Kohlenhydrate auf die ich sonst eher versuche zu verzichten und nicht zu vergessen : BigRösti 😀

 

10. Wenn Du kein Ringer wärst, welche Sportart würdest Du talentiert ausüben? Brummi: Talent habe ich eigentlich in vielen Sportarten. Ich habe früher neben der Ringerei beim SV Eichsel Fußball gespielt. Irgendwann kam allerdings der Zeitpunkt wo ich mich entscheiden musste. Der Zeitaufwand für 2 Sportarten war einfach zu hoch. Jetzt kann ich sagen, zum Glück habe ich mich fürs Ringen entschieden.

 

11. Schlussfrage, was sind Deine persönlichen Ziele im Ringen? Brummi: Nach all dem was ich an Verletzungen schon hinter mir habe ist mein größtes Ziel verletzungsfrei zu bleiben. Nach wie vor lebt allerdings der Traum mit meinem TuS deutscher Mannschaftsmeister zu werden.

 

Fragen unserer Facebook-User: Alexander Steinke,
Hi Stephan. Kann Nicole gut kochen oder fällt es dir leicht das Gewicht zu halten? Brummi: Natürlich hab ich mir meine Frau mit Bedacht ausgesucht. 😀 Sie kann kochen, weiß aber auch auf was es ankommt, wenn es dann in die heiße Phase geht. Während der Saison gibt es anstatt Kohlenhydraten eben Nudeln aus Zucchini (die ich vor unserer gemeinsamen Zeit niemals gegessen hätte) aber sie schafft es alles immer so zu verpacken, dass ich mich auch in meiner schmalen Phase auf das Essen freuen kann. Core Gym-Wehr,
Hallo Stephan. Zunächst mein Respekt! Deine Kämpfe sind immer ein Highlight! Dein Halbfinalkampf in Adelhausen hat mich tief beeindruckt! Nun meine Frage: Wie sieht das Training unter der Woche aus? Bis zu welchem Tag vor dem Kampfabend gehst Du an Deine Grenzen im Training? Brummi: Durch die Tatsache, dass ich im Schichtbetrieb arbeite ist mein Training immer unterschiedlich. Ich kompensiere den arbeitsbedingten Ausfall des Vereinstrainings mit Fitness oder Mattentraining am Morgen. An meine Leistungsgrenze gehe ich eigentlich bis Donnerstag. Freitag ist dann eher nochmal zum Schwitzen und mental auf den Kampf einstimmen.

 

Šţèvé Kibiger, #Gewinnerfrage
Hallo Stephan wie bekommst du Beruf und "hobby" alles unter ein Dach? Brummi: : Gute Frage – oft frage ich mich das Selber. Ich habe das große Glück, dass mein Arbeitgeber, die Fa. Umicore in Rheinfelden / Bad Säckingen mich und meinen Sport sehr unterstützt. Allein im letzten Jahr haben sie es ermöglicht, dass ich neben meinem Tarifurlaub zusätzlich diverse Freistellungen in Anspruch nehmen konnte. Die Tatsache, dass sich meine Vorgesetzten alle für mein Hobby und dessen Förderung einsetzen verschafft mir die Möglichkeit überhaupt im Bundesligakader des TuS Adehausen zu stehen. Auch die Unterstützung meiner direkten Teamkollegen, die jederzeit bereit sind meine Arbeit mitzutragen und mein Fehlen zu kompensieren, ermöglicht mir meinen Traum zu leben. Dafür bin ich sehr dankbar, ich weiß dass dies alles andere als selbstverständlich ist.

 

Marilena Büttner
Hallo Stephan.Hier meine Frage 😊
Woher kommt dein Spitzname "Brummi"? Brummi: Den Spitznamen „Brummi“ verdanke ich meinem Landestrainer Mario Sachs. Da ich früher eher klein und pummelig war, fand er es wohl passend. Ein kleiner Brummer der immer vorwärts marschiert. Irgendwie ist vom kleinen Brummer am Ende dann wohl Brummi in den Köpfen geblieben.

 

Rolf Wiedmer,
Hi Stephan wann fängst du an mit Gewicht machen und wieviel für den Wettkampf am Samstag? Brummi: In früheren „unprofessionelleren“ Zeiten habe ich in der Woche 5-6 Kilo gemacht. Jetzt habe ich für mich den Weg gefunden im Juni, nach Monaten der Vorbereitung, noch einmal richtig Urlaub zu machen und dann hinterher meine Ernährung komplett umzustellen. Quasi vom All inclusive Modus rüber zu Low Carb. Ich habe es so geschafft mein Gewicht über zwei Monate verteilt so zu reduzieren, dass ich während der Saison eigentlich kein Gewicht machen muss. Wenn ich mich professionell ernähre komme ich nicht über mein Kampfgewicht von 75kg.

 

Fragen unserer Instagram-User: Annika Rütschlin:
Was sind für dich Herausforderungen und schwierige Momente und was Glücksgefühle und schöne Momente am Ringer sein? Brummi: Eine Herausforderung ist es natürlich immer alles unter einen Hut zu bekommen. Freundin und Familie, Freunde und Arbeit und das alles immer in Einklang mit Training und Wettkampf ist oft eine riesige Challenge. Aber zum Glück habe ich Unterstützung von allen Seiten -muss aber auch zugeben, dass Freundin und Freunde sich leider viel zu oft hinten anstellen müssen. Schwierige Momente sind für mich immer Verletzungen. Damit umzugehen und sich wieder zurück zu kämpfen. Obwohl ich damit schon so viele Erfahrungen gemacht habe steht man jedes Mal erneut vor demselben Berg den es wieder zu erklimmen gilt. Glücksgefühle: Jeder Sieg für den TuS und vom TuS, egal in welcher Mannschaft und welcher Liga. Schöne Momente: Meisterschaften zu gewinnen, wie der Meistertitel in der Ober-und Regionalliga.

 

Pirmin Vollmer:
Was ist dein Erfolgsrezept? Brummi: Mein Erfolgsrezept: Jahrelanges, hartes Training, der richtige Umgang mit Rückschlägen und Verletzungen, den Ehrgeiz immer und immer wieder über seine persönlichen Grenzen zu gehen, Selbstvertrauen und mentale Stärke, und die Unterstützung von Freundin, Familie und Freunden. Auch wenn man am Ende alleine auf der Matte steht, kann man den Weg zum Erfolg alleine nicht bestreiten.

 

Das Social Media Team bedankt sich bei allen Fragenstellenden und vor allem bei Stephan.

Stephan ist uns und Euch ausführlich Rede und Antwort gestanden. Gewissermaßen ist er für uns schon jetzt ein MISTER100%! Ein weiteres Dankeschön an Sascha Keller, Florian Philipp und Karlheinz Hohler für Ihre Worte zu unserem heutigen Interviewpartner vorweg! In der kommenden #SAGDOCHMALAKTION freuen wir uns jetzt schon auf Sascha Keller! Euer

 

TuS Social Media Team


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