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Interview Zsolti2Liebe TuS Fangemeinde, heute in unserer Interview- Aktion:

„SAG DOCH MAL! – Fans fragen, Ringer antworten“ Zsolt Berki!

Im Gespräch, am Donnerstagabend bei Zsolti zu Hause, war das Social Media Team des TuS.
Wir haben uns Mühe gegeben vorweg irgendwelche Anekdoten, Fails oder sonstige kleine Geschehnisse über Zsolti zu erfahren…! Fehlanzeige… Der 30 jährige gebürtige Rumäne wird einhellig mit Attributen wie unkompliziert, zielstrebig, trainingseifrig und vor allem extrem sympathisch in Verbindung gebracht.



Fragen der Redaktion:

1. Hallo Zsolti, 2009 bist du nach Deutschland gekommen und hast bei uns in der 2. Bundesliga und der Oberliga gerungen. Wie war dein Start in Deutschland bzw. Adelhausen?

Zsolti: Der Start anfangs war sehr schwer. In Rumänien war mein Beruf das Ringen. Ich konnte mich voll und ganz auf das Training konzentrieren. In Deutschland angekommen konnte ich die Sprache nicht, musste arbeiten, trainieren und ringen. Das war schon eine enorme Umstellung. Aber die Leute haben mich auch sehr unterstützt. Speziell Ingo Kohler, bei ihm wohnte ich auch anfangs.

2. „Deutsche Sprache, schwere Sprache“ und dann auch noch der Dialekt, kannst du das bestätigen?

Zsolti: Ja, das kann ich bestätigen. Ich habe mir deutsch selbst beigebracht. Die Grammatik finde ich immer noch sehr schwer. An den Dialekt habe ich mich mittlerweile einigermaßen gewöhnt, auch wenn ich am Anfang dachte, ich lerne die falsche Sprache. Ich dachte, Hochdeutsch und Alemanisch sind zwei unterschiedliche Sprachen :-).

3. Bezirksliga, Oberliga, Regionalliga, 2. Bundesliga, 1. Bundesliga – du hast beim TuS in allen Mannschaften gerungen, was waren deine schönsten Momente im TuS Trikot?

Zsolti: Für mich spielt es keine Rolle in welcher Mannschaft ich ringe. Ich unterstütze alle gerne. Ich glaube, für mich persönlich war der schönste Moment, bzw. die sportlich beste Saison 2013. Ich habe 18 Kämpfe gemacht und konnte alle Kämpfe gewinnen. Die Krönung dazu war die Auszeichnung zum " Ringer des Jahres ".

4. Es gab Höhen und Tiefen, wie wichtig war es für dich, nach deinen Verletzungen, dich wieder ins Regionalliga bzw. Bundesliga Team zurück zu kämpfen?

Zsolti: Es war extrem schwer. 2014 war die Saison für mich mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung beendet. Ich durfte einige Monate keinen Sport machen. Ich konnte mich aber zurück kämpfen, und habe 2015 glaube ich auch nur einen Kampf verloren. Das i-Tüpfelchen war dann am Ende der Saison der Regionalmeistertitel.
2016 war die Saison für mich wieder vorzeitig beendet, da ich mir im Training den Mittelfuß gebrochen habe. Und zwar nicht beim Ringen, sondern beim Fußball.
Wieder hieß es einige Monate Trainingspause. Endlich konnte ich voll motiviert wieder beginnen zu trainieren, da habe ich mir eine schwerwiegende Knieverletzung im Frühjahr 2017 zugezogen. Ein Jahr kein Mattentraining. Unzählige Arzttermine und Physiotherapietermine später stand ich dann zu Saisonbeginn im September 2018 nach knapp zwei Jahren wieder auf der Matte. Ich brauchte lange, um wieder " voll rein zu kommen ". ( Dafür ein Dankeschön für das Verständnis an meine Trainer, Mannschaftskammeraden und an die Fans ). Die verlorene Zeit, und vermutlich auch langsam das Alter haben es mir dieses Mal wirklich nicht leicht gemacht. Zum Ende der Saison hin lief es dann wieder etwas besser, auch mein Selbstbewusstsein nach ein paar guten Kämpfen kam langsam wieder zurück. Trotzdem konnte ich trotz eisernem Willen und viel Training noch nicht ganz zu meiner alten Form zurück finden.

5. Mittlerweile bist du in Adelhausen Wohnhaft, hast eine Adelhausenerin als Frau und ein Kind. Was findest du an der deutschen Kultur toll, was vermisst du aus Rumänien?

Zsolti: Genau, und das zweite Kind ist unterwegs :-) Die Kultur ist eigentlich sehr ähnlich. Vielleicht ist Familie noch etwas "wichtiger" als in Deutschland. Wir in Rumänien brauchen nicht viel, ein gelungener Tag in Rumänien ist, wenn die Familie beisammen ist, und vielleicht noch was Gutes dazu gegessen wird. Es wird nicht so viel Wert auf Materielles gelegt. Was mir gleich aufgefallen ist, dass in Deutschland alles sehr sauber und ordentlich ist. Die Landschaft, Gewässer etc. Das ist auch meiner Familie sofort aufgefallen als sie zum ersten Mal hier waren.
Aus Rumänien vermisse ich meine Familie und Freunde. Wobei viele meiner Freunde mittlerweile auch nicht mehr in Rumänien leben. Und das Essen vermisse ich.
Z.B. Sarmale, das ist ein typisch rumänisches Essen, Fleisch und Speck eingewickelt in Kohl/ Kraut.

6. Was bewunderst du am TuS Adelhausen, dem kleinen Dorfverein?

Zsolti: Definitiv der Zusammenhalt. Was die ganzen ehrenamtlichen Leute jedes Jahr aufs Neue leisten ist der Wahnsinn. Wenn ich ab und zu Zeit habe, gehe ich auch gerne mal helfen die Halle abbauen am Sonntagvormittag. Dann muss ich feststellen, meist sind es die gleichen Leute, die ihre freie Zeit für den TuS und die Ringer opfern. Auch der Weihnachtsmarkt z.B. ist jährlich ein riesen Aufwand, ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer wäre dies alles gar nicht möglich.

7. Was wünschst du dir für den TuS Adelhausen?

Zsolti: Ich wünsche dem TuS, dass der Traum von der deutschen Mannschaftsmeisterschaft endlich einmal in Erfüllung geht. Wir sind so oft kurz vor dem Ziel -aus welchen Gründen auch immer- gescheitert.

8. Wen hattest du früher als Vorbild, bzw. wer ist heute noch dein Idol?

Zsolti: Ein richtiges Vorbild/ Idol hatte ich eigentlich nie. Wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin. Von Kind an habe ich nicht gerne verloren. Dies ist auch heute noch so, sei es bei der Arbeit, beim Sport, oder auch im Privatleben, wenn ich was erreichen will, versuche ich alles, um mein Ziel irgendwie zu erreichen.

9. Wenn Du kein Ringer wärst, welche Sportart würdest Du talentiert ausüben?

Zsolti: Also ob ich Talent habe weiß ich nicht :-), aber es wäre ganz klar Fußball. Mir macht es immer großen Spaß, wenn wir im Ringertraining Fußball spielen. Auch als kleiner Junge habe ich es geliebt auf dem " Bolzplatz" hinter unserem Haus mit meinen Freunden Fußball spielen.

10. Schlussfrage, was sind Deine persönlichen Ziele im Ringen?

Zsolti: Eigentlich war es mein Ziel, noch einmal eine Saison alles zu gewinnen, und dann mit dem Ringen aufzuhören. Allerdings hat mir die letzte Saison gezeigt, dass dieses Ziel extrem schwer werden könnte.

Fragen unserer Facebook-User:

Core Gym Wehr,
Hallo Zsolti, seit 2009 bist Du auf dem Dinkelberg. Ist Adelhausen für Dich eine Art Heimat geworden und was schätzt Du am meisten hier in Deutschland?

Zsolti: Ja, Adelhausen ist für mich definitiv eine Art Heimat geworden. Es ist komisch, aber wenn ich in Deutschland bin, vermisse ich oft Rumänien und wenn ich in Rumänien bin, freue ich mich wieder auf Deutschland.

Grafikstudio12,
Hallo Berki, Hast Du Deiner Frau beigebracht wie man Sarmale zubereitet oder isst Du Dein Nationalgericht immer nur zu Hause in Rumänien?

Zsolti: Sarmale esse ich immer nur in Rumänien. Und zwar am liebsten die von meiner Mutter :-)
Meine Frau kocht eher mal typisch ungarisch für mich (was viele nicht wissen, ich bin halb Ungar) z.B. Gulasch oder Pörkolt.

Tamara Kähny,
Was ist dein Lieblingsessen und auf was freust du dich am meistens nach dem Gewicht machen?

Zsolti: Mein Lieblingsessen sind rumänische Sarmale. Nach dem Kampf freue ich mich am meisten auf ein Stück Kuchen von meiner Schwiegermutter, ich liebe Kuch und allgemein Süßes :-)
Das Social Media Team bedankt sich bei allen Fragenstellenden und vor allem bei Zsolti.
Zsolti ist uns und Euch ausführlich Rede und Antwort gestanden!
Ein weiteres Dankeschön an Nicole Oswald und Karlheinz Hohler für Ihre Worte zu unserem heutigen Interviewpartner vorweg!
In der kommenden #SAGDOCHMALAKTION freuen wir uns jetzt schon auf Pascal Baschi Ruh!

Euer
TuS Social Media Team


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