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Badische Zeitung:

Der Kater danach
Bundesliga-Ringer des TuS Adelhausen müssen Halbfinal-Aus verdauen / Positive Signale aus der Mannschaft für die neue Saison.
RINGEN. Am Tag danach tut es besonders weh. Am Abend, noch unter dem frischen Eindruck nicht zu fassender Ereignisse stehend, benebeln Adrenalin und vielleicht auch das eine oder andere Kaltgetränk die Sinne. Es macht das Ganze aushaltbarer, erträglicher. Doch in den nächsten Tagen klart die Sicht auf, der Magen ist flau wie beim größten Liebeskummer und es schießen immergleiche Fragen durch den Kopf. "Was ist schiefgelaufen?". "Wie konnte das passieren?".
Trainer Florian Philipp hat sich am Montag freigenommen. Weg vom Ringen, den Kopf frei bekommen, nix tun. Der Grad der Verarbeitung ist bei ihm schon etwas fortgeschritten, "langsam kommt der Punkt, an dem das Erreichte den Frust überwiegt", ...weiterlesen

KOMMENTAR: Perspektive geschaffen
Es wird die Adelhauser in diesen für sie grauen Tagen nur wenig trösten, und ins Finale bringt sie so ein Schönreden nachträglich auch nicht. Dieses miese Gefühl in der Bauchgegend, dass sich nach Niederlagen in wichtigen Duellen einstellt, lässt sich ja nicht mit rationalen Gedanken wegkurieren. Muss man aushalten. Ein Kampf, vielleicht nur eine verflixte Wertung in die andere Richtung, und sie würden nun Burghausen im Finale um die deutsche Ringermeisterschaft fordern. Das tut weh. Doch es sei ihnen gesagt: Zeitnah wird mehr bleiben als Frust und Enttäuschung über Verletzungspech, falsche Entscheidungen ihrer Ringer auf der Matte in Köllerbach oder ein paar streitbare Kampfrichterentscheide, die in solchen Momenten fast immer hochkommen. Das Schicksal hatte einen komischen Tag in Köllerbach, so viel steht fest. Dass Ivo Angelov und Akhmed Chakaev an ein und demselben Abend ihre Kämpfe verlieren würden, war so wahrscheinlich wie Schneefall im Sommer. Und doch war es trotz der Halbfinal-Niederlage die beste Saison, die ein Adelhauser Team je auf die Beine gestellt hat, auch von der Mannschaft hinter der Mannschaft. Selbst Menschen, die Ringen bislang lediglich für eine ölige und verzichtbare Angelegenheit hielten, waren in den letzten Wochen von einem gewissen Interesse für die TuS-Ringer umhegt. Das kann nachhaltig sein im Werben um neue Interessenten am Adelhauser Standort und an der Randsportart Ringen. Und was nicht weniger wert ist: Es kann Grundlage sein für weitere Jahre, vielleicht für eine erfolgreiche Ära. Der TuS hat eine echte Perspektive geschaffen, sich ...weiterlesen


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